Gebrauchte Baumaschine kaufen oder leasen?

Der Kauf einer gebrauchten Baumaschine ist für viele Unternehmen eine interessante Möglichkeit, den eigenen Maschinenpark wirtschaftlich zu erweitern. Gleichzeitig stellt sich bei einer Investition schnell die Frage: Soll die Baumaschine tatsächlich gekauft oder besser geleast werden?

 

Beide Möglichkeiten haben ihre Berechtigung. Entscheidend ist deshalb nicht, ob Kaufen oder Leasing grundsätzlich besser ist. Entscheidend ist, welche Lösung zu Ihrem Unternehmen, Ihrer Liquidität, der geplanten Nutzungsdauer und dem konkreten Einsatz der Maschine passt.

 

Gerade bei gebrauchten Baumaschinen lohnt sich ein genauer Blick. Denn ein gebrauchter Bagger, Radlader, Dumper, Teleskoplader oder eine gebrauchte Walze kann deutlich günstiger in der Anschaffung sein als eine vergleichbare neue Maschine. Gleichzeitig können Alter, Betriebsstunden, Zustand, Wartungshistorie und erwartete Reparaturkosten die Wirtschaftlichkeit beeinflussen.

 

In diesem Ratgeber erfahren Sie, worauf Sie beim Vergleich von Kauf und Leasing einer gebrauchten Baumaschine achten sollten, welche Kosten tatsächlich relevant sind und wann der Kauf besonders interessant sein kann.

 

Gebrauchte Baumaschine kaufen oder leasen: Was ist überhaupt der Unterschied?

 

Beim Kauf erwerben Sie die Baumaschine und werden grundsätzlich Eigentümer der Maschine. Sie tragen damit auch die Verantwortung für den wirtschaftlichen Wert, die Instandhaltung und den späteren Verkauf.

 

Beim Leasing wird Ihnen die Maschine dagegen für einen vereinbarten Zeitraum zur Nutzung überlassen. Eigentümer bleibt während der Vertragslaufzeit in der Regel die Leasinggesellschaft. Je nach Vertragsmodell können allerdings unterschiedliche Rechte und Pflichten vereinbart werden. Dazu können beispielsweise Wartung, Reparaturen, Versicherung oder weitere Betriebskosten gehören.

 

Das bedeutet: Beim Kauf bezahlen Sie für den Erwerb einer Maschine. Beim Leasing bezahlen Sie in erster Linie für deren Nutzung beziehungsweise die Finanzierung der Nutzung über einen bestimmten Zeitraum.

 

Diese Unterscheidung ist wichtig, weil ein Vergleich ausschließlich anhand der monatlichen Rate zu kurz greift.

 

Eine niedrige Leasingrate bedeutet nicht automatisch, dass eine Maschine insgesamt günstiger ist.

 

Umgekehrt bedeutet ein hoher Kaufpreis nicht automatisch, dass der Kauf wirtschaftlich schlechter ist.

 

Warum gebrauchte Baumaschinen beim Kauf besonders interessant sein können

 

Der große Vorteil einer gebrauchten Baumaschine liegt zunächst im niedrigeren Anschaffungspreis.

 

Ein Unternehmen muss nicht zwingend eine neue Maschine kaufen, wenn eine gebrauchte Maschine die benötigte Aufgabe ebenso zuverlässig erfüllen kann.

 

Gerade bei standardisierten Maschinen kann der Gebrauchtmarkt eine große Auswahl bieten. Dazu gehören beispielsweise:

 

 

Der Kauf einer gebrauchten Baumaschine kann deshalb insbesondere dann interessant sein, wenn die Maschine langfristig im eigenen Unternehmen eingesetzt werden soll.

 

Denn wenn die Maschine nach dem Kauf über mehrere Jahre genutzt wird, verteilt sich die ursprüngliche Investition auf eine lange Nutzungsdauer.

 

Hinzu kommt ein weiterer wichtiger Punkt: Die Maschine kann später wieder verkauft werden.

 

Beim Kauf sollten Sie deshalb nicht nur den heutigen Kaufpreis betrachten, sondern auch den voraussichtlichen Restwert der Maschine.

 

Leasing kann die Liquidität des Unternehmens schonen

 

Ein wesentlicher Vorteil des Leasings besteht darin, dass ein Unternehmen die Investition nicht vollständig zum Zeitpunkt der Anschaffung bezahlen muss.

 

Stattdessen wird die Nutzung über regelmäßige Leasingraten finanziert.

 

Das kann insbesondere für Unternehmen interessant sein, die ihre Liquidität für andere Zwecke benötigen.

 

Beispielsweise kann ein Bauunternehmen gleichzeitig in Fahrzeuge, Personal, Betriebsmittel, Werkzeuge oder weitere Maschinen investieren müssen.

 

Eine hohe einmalige Zahlung für eine Baumaschine kann dann die verfügbare Liquidität deutlich reduzieren.

 

Leasing kann hier eine Alternative darstellen. Die IHK beschreibt die Liquiditätsschonung und die planbaren regelmäßigen Zahlungen als wesentliche Vorteile des Leasings.

 

Allerdings sollte die Liquidität nicht isoliert betrachtet werden.

 

Denn eine niedrigere Anfangsbelastung bedeutet nicht automatisch niedrigere Gesamtkosten.

 

Kauf oder Leasing: Die Gesamtkosten vergleichen

 

Der wichtigste Fehler beim Vergleich von Kauf und Leasing besteht darin, lediglich Kaufpreis und Monatsrate gegenüberzustellen.

 

Stattdessen sollten Sie die Gesamtkosten über den geplanten Nutzungszeitraum betrachten.

 

Beim Kauf gehören dazu beispielsweise:

 

  • Kaufpreis
  • Finanzierungskosten, sofern finanziert
  • Wartung
  • Reparaturen
  • Ersatzteile
  • Versicherung
  • gegebenenfalls Transportkosten
  • Betriebskosten
  • Kosten für Stillstand
  • späterer Verkaufsaufwand
  • Wertverlust

 

Beim Leasing müssen Sie unter anderem berücksichtigen:

 

  • Leasing-Sonderzahlung
  • monatliche Leasingraten
  • Vertragslaufzeit
  • vereinbarter Restwert
  • mögliche Gebühren
  • Wartung
  • Reparaturen
  • Versicherung
  • vertragliche Kilometer- oder Nutzungsgrenzen, sofern vorhanden
  • Rückgabebedingungen
  • mögliche Kosten bei Schäden
  • mögliche Ablöse- oder Kaufoptionen

 

Die konkrete Kostenstruktur hängt dabei stark vom jeweiligen Vertrag ab.

 

Deshalb sollte ein Leasingangebot immer vollständig geprüft werden und nicht nur anhand der beworbenen Monatsrate.

 

Ein Beispiel: Gebrauchten Bagger kaufen oder leasen

 

Nehmen wir an, ein Bauunternehmen benötigt einen gebrauchten Bagger für mehrere Jahre.

 

Der Bagger wird regelmäßig eingesetzt und gehört dauerhaft zum operativen Maschinenbestand.

 

Das Unternehmen hat grundsätzlich zwei Möglichkeiten.

 

Es kann die Maschine kaufen und anschließend über mehrere Jahre selbst nutzen.

 

Oder es kann versuchen, eine passende Leasinglösung zu finden.

 

Beim Kauf steht zunächst eine größere Investition an.

 

Dafür gehört die Maschine anschließend zum Unternehmen und kann langfristig genutzt oder später wieder verkauft werden.

 

Beim Leasing fällt die unmittelbare Kapitalbindung geringer aus.

 

Dafür entstehen regelmäßige Zahlungsverpflichtungen über die Vertragslaufzeit.

 

Wenn der Bagger nach Ablauf der geplanten Nutzungsdauer noch einen relevanten Marktwert besitzt, kann der Kauf wirtschaftlich besonders interessant sein.

 

Wenn dagegen vor allem eine zeitlich begrenzte Nutzung und eine möglichst planbare monatliche Belastung im Vordergrund stehen, kann Leasing interessant sein.

 

Das konkrete Einsatzprofil entscheidet.

 

Wie lange soll die gebrauchte Baumaschine eingesetzt werden?

 

Eine der wichtigsten Fragen lautet:

 

Wie lange soll die Maschine tatsächlich im Unternehmen bleiben?

 

Wenn Sie heute bereits wissen, dass Sie einen Bagger nur für ein bestimmtes Projekt benötigen und ihn anschließend nicht mehr einsetzen möchten, kann eine langfristige Bindung an eine Maschine weniger attraktiv sein.

 

Wenn die Maschine dagegen dauerhaft benötigt wird und regelmäßig zum Einsatz kommt, verändert sich die Betrachtung.

 

Ein gekaufter gebrauchter Bagger kann über viele Jahre im Unternehmen bleiben.

 

Dasselbe gilt für Radlader, Dumper, Teleskoplader oder andere Baumaschinen.

 

Je länger Sie eine gekaufte Maschine sinnvoll nutzen können, desto stärker kann sich der ursprüngliche Kaufpreis auf die tatsächlichen Nutzungsjahre verteilen.

 

Kauf einer gebrauchten Baumaschine: Eigentum als Vorteil

 

Beim Kauf gehört die Maschine grundsätzlich dem Unternehmen.

 

Das bietet einen entscheidenden Vorteil:

 

Sie können selbst über die Maschine entscheiden.

 

Wenn sich die Unternehmenssituation verändert, kann die Maschine beispielsweise weiter genutzt, verkauft oder durch eine andere Maschine ersetzt werden.

 

Beim Leasing sind die Möglichkeiten stärker durch den jeweiligen Vertrag bestimmt.

 

Die Leasinggesellschaft bleibt während der Vertragslaufzeit in der Regel Eigentümerin. Welche Möglichkeiten am Ende bestehen, hängt vom konkreten Leasingmodell und den vertraglichen Vereinbarungen ab.

 

Gerade bei gebrauchten Baumaschinen kann diese Flexibilität relevant sein.

 

Denn der Marktwert einer Maschine kann sich verändern und der Bedarf eines Unternehmens kann sich ebenfalls verändern.

 

Leasing einer gebrauchten Baumaschine: Was spricht dafür?

 

Leasing kann insbesondere für Unternehmen interessant sein, die ihre Liquidität schonen und Investitionen planbarer gestalten möchten.

 

Die regelmäßigen Raten können die Kosten der Nutzung über einen definierten Zeitraum verteilen.

 

Das kann beispielsweise für Unternehmen interessant sein, die mehrere Investitionen gleichzeitig planen.

 

Auch die Möglichkeit, nach Ablauf eines Leasingvertrages eine andere Maschine einzusetzen, kann ein Vorteil sein.

 

Je nach Vertragsgestaltung können außerdem Wartung und bestimmte Serviceleistungen Bestandteil des Leasingmodells sein.

 

Allerdings hängt dies immer vom konkreten Vertrag ab. Beim Leasing können auch Pflichten wie Instandhaltung, Reparatur oder Versicherung beim Leasingnehmer liegen.

 

Deshalb sollten Sie vor Vertragsabschluss genau prüfen, welche Leistungen tatsächlich enthalten sind.

 

Welche Nachteile hat Leasing?

 

Leasing hat neben den Vorteilen auch einige Punkte, die Unternehmen berücksichtigen sollten.

 

Der wichtigste Punkt sind die Gesamtkosten.

 

Leasing kann über die gesamte Vertragslaufzeit teurer sein als ein Kauf beziehungsweise eine klassische Finanzierung. Die IHK weist ausdrücklich darauf hin, dass Leasingtransaktionen höhere Kosten als andere Finanzierungsformen verursachen können.

 

Ein weiterer Punkt ist die Vertragsbindung.

 

Je nach Vertragsmodell kann eine vorzeitige Beendigung schwierig oder mit zusätzlichen Kosten verbunden sein.

 

Außerdem müssen Restwertregelungen genau betrachtet werden.

 

Ein scheinbar attraktives Leasingangebot kann bei genauer Betrachtung durch Sonderzahlung, Gebühren, Restwert und weitere Vertragsbestandteile deutlich teurer werden.

 

Gebrauchte Baumaschine kaufen: Was passiert mit Reparaturen?

 

Gerade bei gebrauchten Baumaschinen spielt das Thema Reparaturen eine wichtige Rolle.

 

Eine gebrauchte Maschine ist keine neue Maschine.

 

Verschleißteile können bereits stärker beansprucht sein. Auch Hydraulik, Fahrwerk, Motor, Elektrik oder Anbaugeräte können je nach Alter und Einsatzgeschichte unterschiedliche Zustände aufweisen.

 

Deshalb sollte beim Kauf nicht nur der Kaufpreis betrachtet werden.

 

Sie sollten eine realistische Rücklage für Wartung und mögliche Reparaturen einplanen.

 

Das bedeutet jedoch nicht, dass eine gebrauchte Baumaschine automatisch teuer im Unterhalt sein muss.

 

Eine gut gewartete Maschine mit nachvollziehbarer Historie kann wirtschaftlich sehr interessant sein.

 

Entscheidend ist die Kombination aus Kaufpreis, Zustand, Betriebsstunden, Wartung und erwartetem Einsatz.

 

Wartungshistorie beim Kauf gebrauchter Baumaschinen

 

Eine nachvollziehbare Wartungshistorie kann bei der Bewertung einer gebrauchten Baumaschine besonders hilfreich sein.

 

Sie gibt Hinweise darauf, wie regelmäßig die Maschine gewartet wurde und welche Arbeiten bereits durchgeführt wurden.

 

Interessant sind beispielsweise:

 

  • Wartungsnachweise
  • Rechnungen
  • Serviceberichte
  • Reparaturbelege
  • Angaben zu Ölwechseln
  • Informationen über größere Reparaturen
  • Nachweise über ausgetauschte Komponenten

 

Auch der tatsächliche Zustand der Maschine sollte mit den Angaben zur Wartung übereinstimmen.

 

Eine Maschine mit höheren Betriebsstunden kann durchaus interessant sein, wenn sie regelmäßig gewartet und entsprechend ihrem Einsatz gepflegt wurde.

 

Betriebsstunden richtig bewerten

 

Die Betriebsstunden sind ein wichtiger Faktor beim Kauf einer gebrauchten Baumaschine.

 

Sie sollten jedoch niemals isoliert betrachtet werden.

 

Ein Bagger mit wenigen Betriebsstunden ist nicht automatisch die bessere Maschine.

 

Ebenso ist ein Bagger mit vielen Betriebsstunden nicht automatisch ein schlechter Kauf.

 

Wichtig ist die Frage, wie die Betriebsstunden zustande gekommen sind und wie die Maschine während dieser Zeit behandelt wurde.

 

Ein professionell gewarteter Bagger mit hoher Betriebsstundenzahl kann unter Umständen wirtschaftlich interessanter sein als eine schlecht gepflegte Maschine mit deutlich weniger Stunden.

 

Deshalb sollten Betriebsstunden immer gemeinsam mit Baujahr, Wartungshistorie, Zustand, Ausstattung und Einsatzbereich bewertet werden.

 

Baujahr, Betriebsstunden und Zustand gemeinsam betrachten

 

Eine sinnvolle Bewertung einer gebrauchten Baumaschine besteht aus mehreren Faktoren.

 

Dazu gehören:

 

Baujahr: Wie alt ist die Maschine?

 

Betriebsstunden: Wie intensiv wurde die Maschine eingesetzt?

 

Wartung: Wurde die Maschine regelmäßig gewartet?

 

Zustand: Wie sieht die Maschine heute tatsächlich aus?

 

Ausstattung: Welche Ausrüstung und Anbaugeräte sind vorhanden?

 

Einsatzbereich: Für welche Arbeiten wurde die Maschine verwendet?

 

Hersteller und Modell: Wie gut ist die Maschine am Gebrauchtmarkt handelbar?

 

Ersatzteile: Wie gut ist die Versorgung mit Ersatz- und Verschleißteilen?

 

Wiederverkaufswert: Wie gut lässt sich die Maschine später wieder verkaufen?

 

Erst die Kombination dieser Faktoren ergibt ein realistisches Bild.

 

Gebrauchte Baumaschine kaufen: Der Wiederverkaufswert ist wichtig

 

Ein häufiger Fehler bei Investitionsentscheidungen besteht darin, ausschließlich den Anschaffungspreis zu betrachten.

 

Bei einer gekauften gebrauchten Baumaschine sollten Sie auch überlegen, was die Maschine am Ende Ihrer Nutzungsdauer noch wert sein könnte.

 

Nehmen wir beispielsweise an, Sie kaufen eine gebrauchte Baumaschine für einen bestimmten Betrag und verkaufen sie einige Jahre später wieder.

 

Dann war Ihre tatsächliche wirtschaftliche Belastung nicht einfach der ursprüngliche Kaufpreis.

 

Vielmehr müssen Sie den später erzielbaren Verkaufserlös berücksichtigen.

 

Vereinfacht betrachtet:

 

Kaufpreis – späterer Verkaufserlös = Wertverlust

 

Hinzu kommen Finanzierung, Wartung, Reparaturen und weitere Betriebskosten.

 

Genau deshalb kann eine gebrauchte Baumaschine mit einem guten Wiederverkaufswert wirtschaftlich interessanter sein als eine vermeintlich günstige Maschine, die später nur schwer wieder verkauft werden kann.

 

Leasing und Restwert: Ein wichtiger Punkt

 

Auch beim Leasing spielt der Restwert eine wichtige Rolle.

 

Je nach Vertragsmodell kann am Ende der Laufzeit beispielsweise eine Rückgabe, eine Übernahme oder eine andere vertraglich vereinbarte Lösung vorgesehen sein.

 

Deshalb sollten Sie genau prüfen:

 

  • Welcher Restwert wurde angesetzt?
  • Gibt es eine Kaufoption?
  • Gibt es eine Andienung?
  • Wer trägt das Restwertrisiko?
  • Welche Bedingungen gelten bei Rückgabe?
  • Welche Schäden können zusätzliche Kosten verursachen?
  • Was passiert bei einer vorzeitigen Beendigung?

 

Die IHK weist darauf hin, dass Restwertvereinbarungen bei Leasingverträgen sorgfältig geprüft werden sollten und je nach Vertragsgestaltung ein Restwertrisiko beim Leasingnehmer liegen kann.

 

Wie wichtig ist die Liquidität beim Kauf einer Baumaschine?

 

Die Entscheidung zwischen Kauf und Leasing sollte immer auch aus Sicht der Unternehmensliquidität getroffen werden.

 

Ein Unternehmen kann eine Maschine wirtschaftlich problemlos kaufen können und trotzdem besser beraten sein, die vorhandene Liquidität für andere Zwecke zurückzuhalten.

 

Beispielsweise können gleichzeitig folgende Ausgaben anstehen:

 

  • Löhne und Gehälter
  • Material
  • Fahrzeuge
  • weitere Maschinen
  • Versicherungen
  • Mieten
  • Steuern
  • laufende Betriebskosten
  • Investitionen in neue Projekte

 

Wenn der Kauf einer Baumaschine einen großen Teil der verfügbaren Liquidität bindet, sollte diese Entscheidung sorgfältig geprüft werden.

 

Leasing kann in solchen Situationen eine Möglichkeit sein, die Investition zeitlich zu verteilen.

 

Das bedeutet aber nicht, dass Leasing automatisch die bessere Lösung ist.

 

Die entscheidende Frage lautet:

 

Welche Finanzierung belastet das Unternehmen über die gesamte Nutzungsdauer wirtschaftlich am wenigsten und passt gleichzeitig zur Liquiditätssituation?

 

Kaufen oder leasen: Wie regelmäßig wird die Maschine genutzt?

 

Die Auslastung der Maschine ist ein weiterer wichtiger Faktor.

 

Wenn eine Baumaschine nahezu täglich eingesetzt wird, kann sich ein Kauf besonders interessant darstellen.

 

Denn die Maschine erzeugt kontinuierlich einen betrieblichen Nutzen.

 

Wenn eine Maschine dagegen nur wenige Tage oder Wochen pro Jahr benötigt wird, sollte grundsätzlich geprüft werden, ob Kauf, Leasing oder möglicherweise sogar Miete sinnvoller ist.

 

Bei geringer Auslastung kann Kapital in einer Maschine gebunden sein, die einen großen Teil des Jahres nicht produktiv eingesetzt wird.

 

Die richtige Entscheidung hängt deshalb nicht nur von der Maschine selbst, sondern auch vom tatsächlichen Einsatzprofil ab.

 

Für welche Unternehmen kann der Kauf besonders interessant sein?

 

Der Kauf einer gebrauchten Baumaschine kann insbesondere für Unternehmen interessant sein, die:

 

  • die Maschine regelmäßig einsetzen
  • langfristig mit der Maschine arbeiten möchten
  • über ausreichend Liquidität verfügen
  • den Maschinenbestand selbst kontrollieren möchten
  • später flexibel verkaufen möchten
  • Wartung und Reparaturen selbst organisieren können
  • einen guten Gebrauchtmarkt für die betreffende Maschine erwarten

 

Das kann beispielsweise auf Bauunternehmen, Tiefbauunternehmen, Straßenbauunternehmen, Abbruchunternehmen, Garten- und Landschaftsbauer, Recyclingunternehmen oder Maschinenvermieter zutreffen.

 

Für wen kann Leasing interessant sein?

 

Leasing kann dagegen besonders interessant sein, wenn:

 

  • Liquidität geschont werden soll
  • eine regelmäßige Kostenstruktur gewünscht ist
  • eine Maschine für einen bestimmten Zeitraum benötigt wird
  • das Unternehmen Investitionen zeitlich verteilen möchte
  • die Maschine regelmäßig erneuert werden soll
  • bestimmte Serviceleistungen Bestandteil des Vertrages sind
  • die vertraglichen Bedingungen zum Einsatzprofil passen

 

Allerdings sollte auch hier nicht pauschal entschieden werden.

 

Ein Unternehmen sollte immer das konkrete Leasingangebot mit einem konkreten Kaufangebot vergleichen.

 

Gebrauchte Baumaschine kaufen und finanzieren

 

Zwischen Kauf und Leasing gibt es noch eine weitere Möglichkeit:

 

Sie kaufen die gebrauchte Baumaschine und finanzieren den Kauf.

 

Damit wird die Entscheidung etwas differenzierter.

 

Sie müssen nicht zwangsläufig die gesamte Investition aus vorhandenen Eigenmitteln bezahlen.

 

Stattdessen kann die Maschine gekauft und beispielsweise über eine Finanzierung bezahlt werden.

 

Damit stehen drei grundlegende Varianten gegenüber:

 

Kauf aus Eigenmitteln

 

Die Maschine wird direkt bezahlt und gehört anschließend dem Unternehmen.

 

Kauf mit Finanzierung

 

Die Maschine wird gekauft, der Kaufpreis aber über einen Finanzierungszeitraum verteilt.

 

Leasing

 

Die Maschine wird über einen bestimmten Zeitraum genutzt und die Kosten werden über Leasingraten verteilt.

 

Welche Variante wirtschaftlich sinnvoll ist, hängt von den individuellen Rahmenbedingungen ab. Die IHK empfiehlt bei Investitionsentscheidungen grundsätzlich, verschiedene Finanzierungsoptionen anhand der konkreten Unternehmenssituation zu vergleichen.

 

Kauf oder Leasing: Nicht nur auf die Monatsrate schauen

 

Eine monatliche Leasingrate wirkt auf den ersten Blick oft überschaubar.

 

Das kann jedoch täuschen.

 

Wenn beispielsweise eine Maschine über mehrere Jahre geleast wird, summieren sich die monatlichen Raten.

 

Hinzu können eine Sonderzahlung, Gebühren, Versicherungen, Wartungskosten oder ein Restwert kommen.

 

Deshalb sollten Sie immer die folgende Rechnung aufstellen:

 

Sonderzahlung + sämtliche Leasingraten + Gebühren + weitere Kosten + mögliche Abschlusskosten = tatsächliche Leasingbelastung

 

Diese Zahl sollten Sie anschließend mit der wirtschaftlichen Belastung eines Kaufs vergleichen.

 

Welche Rolle spielen Steuern und Bilanzierung?

 

Bei einer unternehmerischen Investition spielen neben den reinen Kosten auch steuerliche und bilanzielle Aspekte eine Rolle.

 

Die konkrete Behandlung hängt unter anderem von der Vertragsgestaltung und den individuellen Verhältnissen des Unternehmens ab.

 

Bei Leasing kann das Leasingobjekt unter bestimmten Voraussetzungen beim Leasinggeber bilanziert werden. Die IHK weist darauf hin, dass die steuerliche und bilanzielle Behandlung vom konkreten Leasingmodell abhängt.

 

Deshalb sollten steuerliche Fragen nicht anhand allgemeiner Internetinformationen entschieden werden.

 

Wenn es um größere Investitionen geht, sollte die geplante Gestaltung mit dem Steuerberater oder einem geeigneten Finanzierungsberater besprochen werden.

 

Gebrauchte Baumaschine kaufen: Welche Unterlagen sollten Sie prüfen?

 

Unabhängig davon, ob Sie kaufen oder eine Finanzierungslösung nutzen, sollten die Informationen zur Maschine sorgfältig geprüft werden.

 

Interessant sind unter anderem:

 

  • Hersteller
  • Modell
  • Baujahr
  • Seriennummer
  • Betriebsstunden
  • technische Daten
  • Wartungshistorie
  • Reparaturhistorie
  • vorhandene Anbaugeräte
  • Zubehör
  • Zustand
  • bekannte Schäden
  • Standort
  • bisheriger Einsatzbereich
  • vorhandene Dokumentation

 

Je vollständiger die Informationen sind, desto besser können Sie die Maschine wirtschaftlich beurteilen.

 

Die Maschine vor dem Kauf besichtigen

 

Bei einer gebrauchten Baumaschine sollte eine Besichtigung möglichst nicht fehlen.

 

Fotos können einen ersten Eindruck vermitteln.

 

Sie ersetzen jedoch keine persönliche Prüfung.

 

Achten Sie beispielsweise auf:

 

  • sichtbare Beschädigungen
  • ungewöhnliche Geräusche
  • Undichtigkeiten
  • Zustand von Hydraulikleitungen
  • Zustand von Reifen oder Ketten
  • Spiel an beweglichen Komponenten
  • Zustand von Löffel, Schnellwechsler und Anbaugeräten
  • Motorlauf
  • Startverhalten
  • Betriebsstundenanzeige
  • Warnleuchten
  • allgemeine Pflege
  • Hinweise auf Reparaturen

 

Je nach Maschine und Kaufpreis kann außerdem eine technische Prüfung durch einen Fachmann sinnvoll sein.

 

Kauf oder Leasing: Was ist bei älteren Baumaschinen sinnvoll?

 

Bei älteren gebrauchten Baumaschinen ist Leasing nicht immer die naheliegendste Lösung.

 

Das liegt unter anderem daran, dass Leasingobjekte für die Leasinggesellschaft einen verwertbaren Wert besitzen müssen und die konkrete Leasingfähigkeit von der Beschaffenheit des Wirtschaftsgutes abhängt.

 

Bei einer älteren oder sehr speziellen Baumaschine kann es deshalb schwieriger sein, eine passende Leasinglösung zu finden.

 

Der Kauf kann in solchen Fällen deutlich unkomplizierter sein.

 

Das gilt insbesondere dann, wenn die Maschine zu einem attraktiven Preis angeboten wird und das Unternehmen sie langfristig nutzen möchte.

 

Spezielle Baumaschinen können beim Kauf besonders interessant sein

 

Nicht jede Baumaschine ist ein Massenprodukt.

 

Bei speziellen Maschinen kann der Käufermarkt kleiner sein.

 

Dazu können beispielsweise bestimmte Straßenbaumaschinen, Spezialgeräte, spezielle Krane oder Maschinen mit ungewöhnlicher Ausstattung gehören.

 

Wenn Sie genau wissen, welche Maschine Sie benötigen und diese langfristig einsetzen möchten, kann der Kauf einer passenden gebrauchten Maschine interessant sein.

 

Denn Sie kaufen nicht einfach irgendeine Maschine.

 

Sie kaufen genau die Ausstattung, die für Ihren Einsatz benötigt wird.

 

Was ist besser: Kaufen oder leasen?

 

Eine pauschale Antwort gibt es nicht.

 

Für viele Unternehmen kann der Kauf einer gebrauchten Baumaschine interessant sein, wenn die Maschine langfristig eingesetzt wird, der Kaufpreis attraktiv ist und der Zustand eine wirtschaftliche Nutzung erwarten lässt.

 

Leasing kann dagegen interessant sein, wenn Liquidität geschont werden soll, regelmäßige Zahlungen besser zur Unternehmensplanung passen oder eine zeitlich begrenzte Nutzung im Vordergrund steht.

 

Die Entscheidung sollte deshalb anhand von mindestens fünf Fragen getroffen werden:

 

1. Wie lange benötige ich die Maschine?

 

2. Wie intensiv wird die Maschine eingesetzt?

 

3. Wie viel Liquidität möchte ich investieren?

 

4. Wie hoch sind die tatsächlichen Gesamtkosten?

 

5. Was ist die Maschine am Ende der Nutzungsdauer noch wert?

 

Eine einfache Entscheidungshilfe

 

Wenn Sie eine gebrauchte Baumaschine kaufen oder leasen möchten, können Sie zunächst folgende Überlegung nutzen:

 

Kauf kann interessant sein, wenn:

 

  • Sie die Maschine langfristig benötigen
  • Sie die Maschine intensiv einsetzen
  • der Kaufpreis attraktiv ist
  • der Zustand gut einschätzbar ist
  • ein guter Wiederverkaufswert erwartet werden kann
  • ausreichend Liquidität vorhanden ist
  • Sie flexibel über die Maschine verfügen möchten

 

Leasing kann interessant sein, wenn:

 

  • Liquidität geschont werden soll
  • regelmäßige Raten besser planbar sind
  • Sie die Maschine nur für einen bestimmten Zeitraum benötigen
  • Sie Investitionen zeitlich verteilen möchten
  • das konkrete Leasingangebot wirtschaftlich attraktiv ist
  • die Vertragsbedingungen zum geplanten Einsatz passen

 

Gebrauchte Baumaschine kaufen: Der wirtschaftliche Blick lohnt sich

 

Der Kauf einer gebrauchten Baumaschine sollte nicht ausschließlich als Anschaffung betrachtet werden.

 

Es handelt sich um eine unternehmerische Investition.

 

Die Maschine soll idealerweise einen wirtschaftlichen Nutzen erzeugen.

 

Sie soll Aufträge ermöglichen, Arbeitsabläufe verbessern, vorhandene Kapazitäten ergänzen oder den eigenen Maschinenpark sinnvoll erweitern.

 

Deshalb sollte die wichtigste Frage nicht lauten:

 

„Was kostet die Maschine?“

 

Sondern:

 

„Was kostet mich die Maschine über die gesamte geplante Nutzungsdauer und welchen wirtschaftlichen Nutzen bringt sie meinem Unternehmen?“

 

Diese Betrachtung führt zu einer deutlich besseren Investitionsentscheidung.

 

Gebrauchte Baumaschinen beim BAUMASCHINENZENTRUM

 

Wenn Sie eine gebrauchte Baumaschine kaufen möchten, können Sie sich direkt an das BAUMASCHINENZENTRUM wenden.

 

Das BAUMASCHINENZENTRUM beschäftigt sich mit gebrauchten Baumaschinen und Baugeräten und bietet je nach Verfügbarkeit Maschinen aus dem eigenen Bestand und aus dem bestehenden Netzwerk an.

 

Dazu können beispielsweise Bagger, Minibagger, Radlader, Dumper, Teleskoplader, Walzen, Arbeitsbühnen, Krane, Baugeräte und Anbaugeräte gehören.

 

Wenn Sie bereits genau wissen, welche Maschine Sie suchen, können Sie Ihre Anforderungen direkt mitteilen.

 

Interessant können dabei beispielsweise folgende Angaben sein:

 

  • gewünschter Maschinentyp
  • Hersteller
  • Modell
  • Gewichtsklasse
  • Baujahr
  • maximale Betriebsstunden
  • gewünschte Ausstattung
  • benötigte Anbaugeräte
  • geplanter Einsatzbereich
  • gewünschtes Budget

 

Je genauer Ihre Anforderungen sind, desto besser lässt sich prüfen, welche gebrauchte Baumaschine zu Ihrem Unternehmen passen könnte.

 

Kaufen statt leasen: Wann eine gebrauchte Baumaschine besonders sinnvoll sein kann

 

Der Kauf einer gebrauchten Baumaschine kann insbesondere dann interessant sein, wenn Sie eine Maschine suchen, die langfristig Teil Ihres eigenen Maschinenparks werden soll.

 

Sie investieren einmalig in eine gebrauchte Maschine, können diese über mehrere Jahre einsetzen und später selbst über den weiteren Verbleib entscheiden.

 

Gerade bei Unternehmen mit einer hohen Maschinenauslastung kann diese Flexibilität ein wichtiger Vorteil sein.

 

Hinzu kommt: Der Gebrauchtmarkt bietet Zugang zu Maschinen, die bereits einen Teil ihres ursprünglichen Wertverlustes hinter sich haben.

 

Dadurch kann eine gebrauchte Baumaschine im Vergleich zu einer Neumaschine eine interessante wirtschaftliche Alternative darstellen.

 

Kauf oder Leasing sollte immer zur Unternehmensstrategie passen

 

Die Entscheidung für oder gegen Leasing ist keine reine Finanzierungsfrage.

 

Sie sollte auch zur strategischen Ausrichtung des Unternehmens passen.

 

Ein Unternehmen mit einem langfristig geplanten eigenen Maschinenpark kann andere Prioritäten haben als ein Betrieb, der seine Maschinen regelmäßig austauschen möchte.

 

Auch die Größe des Maschinenparks spielt eine Rolle.

 

Wer bereits viele Maschinen besitzt und regelmäßig Bestände austauscht, sollte die gesamte Struktur betrachten.

 

Bei einer einzelnen zusätzlichen Maschine kann eine andere Lösung sinnvoll sein als bei einer größeren Investitionsrunde mit mehreren Maschinen.

 

Fazit: Gebrauchte Baumaschine kaufen oder leasen?

 

Ob Sie eine gebrauchte Baumaschine kaufen oder leasen sollten, hängt von Ihrer konkreten Situation ab.

 

Der Kauf einer gebrauchten Baumaschine kann besonders interessant sein, wenn Sie die Maschine langfristig einsetzen, über ausreichend Liquidität verfügen und Wert auf Eigentum und Flexibilität legen.

 

Leasing kann dagegen eine interessante Alternative sein, wenn Sie Ihre Liquidität schonen, Investitionen über regelmäßige Raten verteilen oder die Maschine nur für einen bestimmten Zeitraum nutzen möchten.

 

Entscheidend ist jedoch immer die Gesamtrechnung.

 

Vergleichen Sie nicht nur Kaufpreis und Monatsrate.

 

Berücksichtigen Sie Kaufpreis, Finanzierung, Leasingraten, Sonderzahlungen, Wartung, Reparaturen, Versicherung, Restwert und den späteren Wiederverkaufswert.

 

Und vor allem: Bewerten Sie die Maschine selbst.

 

Baujahr, Betriebsstunden, Zustand, Wartungshistorie, Ausstattung, Einsatzbereich und Wiederverkaufswert sind wichtige Faktoren für die Wirtschaftlichkeit.

 

Das BAUMASCHINENZENTRUM ist Ihr Ansprechpartner für gebrauchte Baumaschinen und Baugeräte.

 

Vom einzelnen Baugerät bis zum kompletten Maschinenpark.

 

Wenn Sie eine gebrauchte Baumaschine suchen, teilen Sie uns einfach mit, welche Maschine Sie benötigen. Das BAUMASCHINENZENTRUM kann je nach Verfügbarkeit auf den eigenen Bestand und das bestehende Netzwerk zurückgreifen.

 

Professionell, persönlich und unkompliziert.

 

BAUMASCHINENZENTRUM – Ihr Partner für gebrauchte Baumaschinen und Baugeräte.

 

Vom einzelnen Baugerät bis zum kompletten Maschinenpark.

 

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