Gebrauchte Baumaschinen besichtigen: Darauf sollten Sie achten

Eine gebrauchte Baumaschine kann für Unternehmen eine wirtschaftlich interessante Anschaffung sein. Gleichzeitig ist der Kauf einer gebrauchten Maschine immer eine Entscheidung, bei der genau hingeschaut werden sollte. Denn Baujahr, Betriebsstunden und Preis allein sagen nur einen Teil über den tatsächlichen Zustand einer Maschine aus.

 

Ob Bagger, Minibagger, Mobilbagger, Radlader, Dumper, Teleskoplader, Walze oder eine andere gebrauchte Baumaschine: Erst bei einer gründlichen Besichtigung zeigt sich, wie die Maschine tatsächlich gepflegt wurde, welche Verschleißerscheinungen vorhanden sind und ob möglicherweise Reparaturen oder Investitionen anstehen.

 

Eine professionelle Besichtigung sollte deshalb deutlich mehr sein als ein kurzer Rundgang um die Maschine.

 

Sie sollten die gebrauchte Baumaschine möglichst im kalten Zustand sehen, die Maschine starten, sämtliche wichtigen Funktionen prüfen, auf ungewöhnliche Geräusche achten, die Hydraulik kontrollieren, Verschleißbereiche ansehen und die vorhandenen Unterlagen mit dem tatsächlichen Zustand der Maschine abgleichen.

 

Genau darum geht es in diesem Ratgeber.

 

Wir zeigen Ihnen, worauf Sie bei der Besichtigung einer gebrauchten Baumaschine achten sollten, welche Bereiche besonders wichtig sind, welche Warnsignale Sie ernst nehmen sollten und wie Sie die technische Prüfung mit einer wirtschaftlichen Bewertung verbinden.

 

Warum die Besichtigung einer gebrauchten Baumaschine so wichtig ist

 

Fotos, technische Daten und ein attraktiver Angebotspreis können einen ersten Eindruck vermitteln. Sie ersetzen jedoch keine persönliche Besichtigung.

 

Eine gebrauchte Baumaschine wird im täglichen Einsatz erheblichen Belastungen ausgesetzt. Erdreich, Schotter, Staub, Feuchtigkeit, Vibrationen, hohe Lasten und häufige Bewegungen hinterlassen mit der Zeit ihre Spuren.

 

Wie stark diese Spuren tatsächlich ausfallen, hängt unter anderem vom Einsatzbereich, der Wartung, der Bedienung und der bisherigen Nutzung ab.

 

Zwei Maschinen desselben Typs und Baujahres können deshalb trotz ähnlicher Betriebsstunden einen völlig unterschiedlichen Zustand aufweisen.

 

Eine gebrauchte Baumaschine mit höherer Betriebsstundenzahl kann beispielsweise interessanter sein als eine Maschine mit deutlich weniger Betriebsstunden, wenn sie regelmäßig gewartet wurde und sich technisch in einem guten Zustand befindet.

 

Umgekehrt können geringe Betriebsstunden allein kein Garant für einen guten Kauf sein.

 

Die Besichtigung soll deshalb nicht nur die Frage beantworten, ob die Maschine optisch gut aussieht.

 

Viel wichtiger ist die Frage:

 

Wie gut passt der tatsächliche Zustand der Maschine zu ihrem Preis, ihrem geplanten Einsatz und den zu erwartenden Folgekosten?

 

Vor der Besichtigung: Informationen zur Maschine sammeln

 

Eine gute Besichtigung beginnt bereits vor dem Termin vor Ort.

 

Je mehr Informationen Sie bereits vorab über die gebrauchte Baumaschine erhalten, desto gezielter können Sie die Maschine prüfen.

 

Diese Informationen sollten Sie möglichst vorab kennen

 

  • Hersteller
  • Modell
  • Baujahr
  • Erstzulassung beziehungsweise Erstinbetriebnahme, sofern relevant
  • Betriebsstunden
  • Motorleistung
  • Eigengewicht
  • technische Ausstattung
  • vorhandene Anbaugeräte
  • Wartungshistorie
  • bekannte Reparaturen
  • bekannte Schäden oder Mängel
  • bisheriger Einsatzbereich
  • Standort der Maschine

 

Auch Informationen über die bisherige Nutzung können interessant sein.

 

Wurde ein Bagger überwiegend im GaLaBau eingesetzt oder im schweren Abbruch? Wurde ein Radlader im Materialumschlag betrieben oder regelmäßig auf Baustellen eingesetzt? Wurde ein Dumper überwiegend auf befestigten Wegen oder in anspruchsvollem Gelände genutzt?

 

Solche Informationen helfen Ihnen dabei, den Verschleiß besser einzuordnen.

 

1. Die gebrauchte Baumaschine zunächst im Gesamtbild betrachten

 

Beginnen Sie die Besichtigung nicht sofort mit einzelnen Bauteilen.

 

Schauen Sie sich die Maschine zunächst aus etwas Abstand an.

 

Wirkt die Maschine insgesamt gepflegt? Gibt es offensichtliche Beschädigungen? Sind Karosserieteile stark verformt? Gibt es deutliche Unterschiede zwischen einzelnen Bauteilen? Wirken bestimmte Bereiche frisch lackiert oder repariert?

 

Ein gepflegtes Erscheinungsbild ist zwar kein Beweis für einen guten technischen Zustand, kann aber erste Hinweise auf die bisherige Behandlung der Maschine geben.

 

Umgekehrt bedeutet eine optisch gebrauchte Maschine nicht automatisch, dass sie technisch schlecht ist.

 

Gerade bei Baumaschinen sind Gebrauchsspuren normal. Entscheidend ist, zwischen normalem Verschleiß, optischen Gebrauchsspuren und technisch relevanten Schäden zu unterscheiden.

 

2. Auf Unfall- und Reparaturspuren achten

 

Bei der Besichtigung sollten Sie besonders aufmerksam auf Hinweise achten, die auf größere Reparaturen oder einen Unfall hindeuten könnten.

 

Interessant sind beispielsweise:

 

  • neue oder ungewöhnlich frisch lackierte Bauteile
  • unterschiedliche Lackierungen
  • Schweißstellen
  • Verformungen
  • Risse
  • ausgetauschte Karosserieteile
  • beschädigte Schutzgitter
  • ungewöhnliche Spaltmaße
  • reparierte Ausleger oder Rahmenbereiche
  • auffällige Befestigungen

 

Eine Reparatur ist grundsätzlich nichts Negatives.

 

Baumaschinen werden im harten Einsatz bewegt und können im Laufe ihres Lebens Schäden erleiden. Entscheidend ist deshalb nicht allein, ob eine Reparatur stattgefunden hat, sondern wie umfangreich sie war, warum sie notwendig wurde und wie professionell sie durchgeführt wurde.

 

Wenn Ihnen eine Reparatur auffällt, sollten Sie gezielt nachfragen.

 

3. Motor und Kaltstart prüfen

 

Der Motor gehört zu den wichtigsten Komponenten einer gebrauchten Baumaschine.

 

Wenn möglich, sollte die Maschine bei der Besichtigung nicht bereits vollständig warmgelaufen sein.

 

Ein Kaltstart kann zusätzliche Informationen liefern, weil sich bestimmte Probleme im kalten Zustand leichter erkennen lassen.

 

Achten Sie beim Start unter anderem darauf:

 

  • Wie schnell startet der Motor?
  • Gibt es ungewöhnliche Geräusche?
  • Entsteht ungewöhnlich viel Abgas?
  • Wie verhält sich der Motor nach dem Start?
  • Leuchtet eine Warnleuchte?
  • Gibt es ungewöhnliche Vibrationen?
  • Wie stabil läuft der Motor im Leerlauf?

 

Auch die Abgasentwicklung kann Hinweise liefern. Ungewöhnlicher schwarzer, weißer oder blauer Rauch kann auf unterschiedliche technische Probleme hindeuten und sollte entsprechend eingeordnet werden.

 

Eine abschließende technische Diagnose lässt sich daraus selbstverständlich nicht ableiten.

 

Bei Auffälligkeiten sollte jedoch genauer geprüft werden, ob ein Wartungsbedarf oder möglicherweise ein größerer Reparaturbedarf besteht.

 

4. Hydraulik besonders sorgfältig prüfen

 

Bei vielen Baumaschinen gehört die Hydraulik zu den wichtigsten und zugleich kostenrelevanten Systemen.

 

Deshalb sollte die Hydraulik bei der Besichtigung besondere Aufmerksamkeit erhalten.

 

Kontrollieren Sie beispielsweise:

 

  • Hydraulikschläuche
  • Anschlüsse
  • Zylinder
  • Dichtungen
  • Hydraulikpumpe
  • Hydrauliktank und Leitungen
  • Hub- und Arbeitsfunktionen
  • Schnellwechsler
  • Hydraulikanschlüsse für Anbaugeräte

 

Achten Sie auf Ölspuren, feuchte Stellen, beschädigte Schläuche oder ungewöhnliche Geräusche.

 

Gerade bei Hydraulikleitungen sollten Sie niemals mit der Hand nach einem Leck suchen. Unter hohem Druck austretende Flüssigkeiten können gefährliche Verletzungen verursachen. Für eine Sichtprüfung sollte die Maschine entsprechend sicher abgestellt und das System drucklos sein.

 

Auch leichte Verschmutzungen rund um Dichtungen oder Zylinder können Anlass sein, genauer hinzuschauen.

 

5. Hydraulikzylinder und Kolbenstangen kontrollieren

 

Hydraulikzylinder sind bei vielen Baumaschinen starken Belastungen ausgesetzt.

 

Prüfen Sie insbesondere die sichtbaren Kolbenstangen.

 

Achten Sie auf:

 

  • Kratzer
  • Korrosion
  • Beschädigungen
  • Ölspuren
  • Riefen
  • ungewöhnliche Abnutzung

 

Auch die Lagerstellen, Bolzen und Gelenke sollten betrachtet werden.

 

Bei einer gebrauchten Baumaschine können ausgeschlagene Gelenke oder stark verschlissene Bolzen auf eine intensive Nutzung hinweisen und später entsprechende Kosten verursachen.

 

6. Unterwagen bei Baggern besonders genau prüfen

 

Bei Kettenbaggern gehört der Unterwagen zu den Bereichen, die Sie bei einer Besichtigung keinesfalls übersehen sollten.

 

Der Unterwagen ist permanent Belastungen und Verschleiß ausgesetzt. Ketten, Laufwerke, Rollen, Leiträder und Antriebsräder können bei starkem Verschleiß erhebliche Kosten verursachen.

 

Hersteller empfehlen deshalb ausdrücklich, bei der Bewertung gebrauchter Maschinen auch den Zustand des Unterwagens beziehungsweise der Laufwerkskomponenten zu berücksichtigen.

 

Diese Komponenten sollten Sie ansehen

 

  • Ketten
  • Kettenplatten
  • Rollen
  • Leiträder
  • Antriebsräder
  • Kettenführungen
  • Bolzen und Buchsen
  • Unterwagenrahmen

 

Bei einer professionellen Bewertung kann der Verschleiß des Unterwagens auch vermessen werden. Das ist insbesondere bei größeren Baggern interessant, bei denen ein später notwendiger Austausch erhebliche Kosten verursachen kann.

 

7. Reifen bei Radladern, Dumpern und Mobilmaschinen prüfen

 

Bei Radladern, Dumpern, Mobilbaggern und anderen Maschinen mit Bereifung sollten Sie den Zustand der Reifen genau kontrollieren.

 

Achten Sie nicht nur auf die Profiltiefe.

 

Interessant sind auch:

 

  • Beschädigungen
  • Risse
  • ungleichmäßiger Verschleiß
  • Alter der Reifen
  • sichtbare Reparaturen
  • Beschädigungen an Felgen
  • passende Reifengröße

 

Bei einer gebrauchten Baumaschine können Reifen schnell zu einem relevanten Kostenfaktor werden.

 

Deshalb sollten Sie mögliche notwendige Reifenwechsel bereits bei der wirtschaftlichen Bewertung berücksichtigen.

 

8. Fahrwerk und Lenkung prüfen

 

Bei mobilen Baumaschinen sollten Sie sich nicht nur auf den Motor konzentrieren.

 

Prüfen Sie auch das Fahrverhalten.

 

Achten Sie während der Probefahrt beispielsweise auf:

 

  • ungewöhnliche Geräusche
  • Vibrationen
  • auffälliges Lenkverhalten
  • Bremsverhalten
  • Fahrantrieb
  • Schaltvorgänge
  • Spiel in Gelenken

 

Die Maschine sollte sich entsprechend ihrer Bauart kontrolliert und nachvollziehbar bewegen lassen.

 

9. Spiel in Bolzen, Buchsen und Gelenken kontrollieren

 

Bei Baggern und anderen Maschinen mit beweglichen Arbeitsausrüstungen sollten Bolzen, Buchsen und Gelenke besonders beachtet werden.

 

Starker Verschleiß kann sich beispielsweise durch deutliches Spiel bemerkbar machen.

 

Ein gewisses Maß an Verschleiß ist bei gebrauchten Baumaschinen normal.

 

Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht, ob Verschleiß vorhanden ist, sondern wie stark der Verschleiß ist und welche Kosten daraus entstehen könnten.

 

10. Ausleger, Stiel und Arbeitsausrüstung prüfen

 

Bei einem Bagger sollten Ausleger und Stiel sorgfältig betrachtet werden.

 

Achten Sie auf:

 

  • Risse
  • Verformungen
  • Schweißstellen
  • Korrosion
  • Beschädigungen
  • Spiel an Gelenken
  • ungewöhnliche Reparaturspuren

 

Auch bei anderen Baumaschinen sollte die jeweilige Arbeitsausrüstung entsprechend ihrer Funktion kontrolliert werden.

 

Je nach Maschine können beispielsweise Hubgerüst, Schaufelaufnahme, Mastausführung, Walzenbandage oder weitere Arbeitskomponenten relevant sein.

 

11. Anbaugeräte nicht vergessen

 

Eine gebrauchte Baumaschine wird häufig zusammen mit einem oder mehreren Anbaugeräten angeboten.

 

Diese sollten bei der Besichtigung genauso ernst genommen werden wie die Maschine selbst.

 

Bei einem Bagger können beispielsweise Löffel, Greifer, Hydraulikhämmer, Scheren oder Schnellwechsler vorhanden sein.

 

Prüfen Sie insbesondere:

 

  • Verschleiß
  • Risse
  • Verformungen
  • Bolzen und Buchsen
  • Zähne
  • Schneidkanten
  • Hydraulikanschlüsse
  • Dichtheit

 

Auch Hersteller-Checklisten für gebrauchte Maschinen berücksichtigen ausdrücklich Arbeitswerkzeuge und deren Verschleiß.

 

Ein vermeintlich günstiges Maschinenangebot kann deshalb anders zu bewerten sein, wenn beispielsweise ein Anbaugerät kurzfristig ersetzt werden muss.

 

12. Kabine und Fahrerplatz kontrollieren

 

Auch der Zustand der Kabine kann interessante Hinweise auf die bisherige Nutzung geben.

 

Kontrollieren Sie:

 

  • Sitz
  • Sicherheitsgurt
  • Bedienelemente
  • Joystick
  • Instrumente
  • Display
  • Schalter
  • Klimaanlage
  • Heizung
  • Beleuchtung
  • Scheiben
  • Spiegel
  • Türen und Verriegelungen

 

Auch ROPS- beziehungsweise Schutzstrukturen sollten auf sichtbare Beschädigungen oder unzulässige Veränderungen kontrolliert werden. Bei zertifizierten Gebrauchtmaschinen werden beispielsweise Kabine, Bedienelemente, Scheiben, Spiegel und Schutzstrukturen ausdrücklich in die Inspektion einbezogen.

 

13. Elektrik und Elektronik testen

 

Moderne Baumaschinen verfügen über zahlreiche elektrische und elektronische Systeme.

 

Bei der Besichtigung sollten deshalb nicht nur Motor und Hydraulik geprüft werden.

 

Kontrollieren Sie beispielsweise:

 

  • Warnleuchten
  • Displays
  • Beleuchtung
  • Rundumleuchten
  • Arbeitsbeleuchtung
  • Kamera
  • Heizung
  • Klimaanlage
  • elektrische Bedienelemente
  • Joystick-Funktionen
  • Batterie beziehungsweise elektrische Versorgung

 

Wenn ein Display Fehlercodes oder Warnmeldungen anzeigt, sollten diese nicht einfach ignoriert werden.

 

Bei modernen Maschinen können elektronische Diagnosesysteme zusätzliche Informationen über Wartungsbedarf und Fehlerzustände liefern. Herstellerseitige Inspektionsverfahren beziehen deshalb teilweise auch elektronische Steuergeräte und gespeicherte Serviceinformationen ein.

 

14. Betriebsstunden nicht isoliert betrachten

 

Die Betriebsstunden gehören zu den wichtigsten Angaben beim Kauf einer gebrauchten Baumaschine.

 

Sie sollten jedoch niemals isoliert betrachtet werden.

 

Eine Maschine mit wenigen Betriebsstunden kann schlecht gewartet worden sein.

 

Eine Maschine mit höheren Betriebsstunden kann dagegen regelmäßig gewartet worden sein und sich technisch in einem guten Zustand befinden.

 

Deshalb sollten Betriebsstunden immer gemeinsam mit Baujahr, Wartung, Einsatzart, technischem Zustand und Verschleiß bewertet werden.

 

Auch bei der Suche nach gebrauchten Maschinen werden Betriebsstunden üblicherweise gemeinsam mit Baujahr, Preis, Hersteller, Modell und Standort betrachtet.

 

15. Wartungshistorie und Rechnungen prüfen

 

Eine nachvollziehbare Wartungshistorie kann bei einer gebrauchten Baumaschine einen erheblichen Mehrwert bieten.

 

Fragen Sie nach:

 

  • Serviceunterlagen
  • Wartungsnachweisen
  • Rechnungen
  • Reparaturbelegen
  • Serviceintervallen
  • Motorarbeiten
  • Hydraulikarbeiten
  • Fahrwerksarbeiten
  • ausgetauschten Komponenten

 

Interessant ist dabei nicht nur, ob eine Maschine gewartet wurde.

 

Sie sollten möglichst nachvollziehen können, was wann gemacht wurde.

 

Eine gute Wartungshistorie kann Ihnen außerdem helfen, den zukünftigen Wartungsbedarf besser einzuschätzen.

 

16. Dokumentation mit der Maschine abgleichen

 

Die Angaben in den Unterlagen sollten möglichst zum tatsächlichen Zustand der Maschine passen.

 

Prüfen Sie beispielsweise, ob Modellbezeichnung, Seriennummer und andere relevante Identifikationsmerkmale nachvollziehbar sind.

 

Auch Betriebsstunden, Wartungsangaben und Reparaturinformationen sollten möglichst schlüssig sein.

 

Wenn Ihnen Angaben widersprüchlich erscheinen, sollten Sie nachfragen.

 

Gerade bei einer größeren Investition ist es sinnvoll, Unklarheiten vor dem Kauf zu klären und nicht erst nach der Übergabe.

 

17. Auf ungewöhnliche Geräusche achten

 

Während der Funktionsprüfung sollten Sie nicht nur beobachten, was die Maschine macht.

 

Hören Sie auch genau hin.

 

Ungewöhnliche Geräusche können beispielsweise aus Motor, Hydraulik, Fahrantrieb, Lagern oder anderen Komponenten kommen.

 

Interessant sind insbesondere:

 

  • Schleifen
  • Knacken
  • Schlagen
  • Pfeifen
  • ungewöhnliches Brummen
  • starke Vibrationen
  • unregelmäßige Laufgeräusche

 

Nicht jedes Geräusch bedeutet automatisch einen Defekt.

 

Auffällige Geräusche sollten jedoch fachlich eingeordnet werden.

 

18. Die Maschine unbedingt im Betrieb testen

 

Eine gebrauchte Baumaschine sollte nach Möglichkeit nicht ausschließlich im Stand besichtigt werden.

 

Viele Probleme werden erst sichtbar, wenn die Maschine tatsächlich arbeitet.

 

Testen Sie deshalb – soweit sicher und möglich – die relevanten Funktionen.

 

Bei einem Bagger können beispielsweise verschiedene Bewegungen des Auslegers, Stiels und Löffels geprüft werden.

 

Bei einem Radlader können Hubfunktion, Schaufelbewegung, Fahrantrieb und Lenkung relevant sein.

 

Bei einem Dumper können Fahrantrieb, Lenkung, Kippfunktion und Bremsen betrachtet werden.

 

Bei einer Walze sollten die für den jeweiligen Maschinentyp relevanten Fahr- und Verdichtungsfunktionen geprüft werden.

 

Eine professionelle Gebrauchtmaschineninspektion umfasst deshalb typischerweise sowohl einen Rundgang vor dem Start als auch das Starten, Manövrieren und Prüfen der verschiedenen Systeme.

 

19. Kaltstart und Warmbetrieb miteinander vergleichen

 

Wenn es die Situation zulässt, kann es interessant sein, das Verhalten der Maschine sowohl unmittelbar nach dem Start als auch nach einer gewissen Betriebszeit zu beobachten.

 

Manche Auffälligkeiten verändern sich mit steigender Betriebstemperatur.

 

Beobachten Sie deshalb beispielsweise:

 

  • Temperaturverhalten
  • Motorlauf
  • Hydraulikleistung
  • Fahrverhalten
  • Warnmeldungen
  • Geräuschentwicklung

 

20. Auf Leckagen und Flüssigkeitsverlust achten

 

Schauen Sie sich die Maschine auch von unten an, soweit dies sicher möglich ist.

 

Öl- oder Flüssigkeitsspuren können auf Undichtigkeiten hinweisen.

 

Interessant sind beispielsweise Bereiche rund um:

 

  • Motor
  • Hydraulik
  • Zylinder
  • Leitungen
  • Anschlüsse
  • Getriebe
  • Achsen
  • Kühlsystem

 

Eine einzelne verschmutzte Stelle bedeutet nicht automatisch einen gravierenden Schaden.

 

Wenn jedoch mehrere Bereiche auffällig sind oder frische Leckagen erkennbar werden, sollte die Ursache geklärt werden.

 

21. Kühlsystem und Motorraum kontrollieren

 

Ein Blick in den Motorraum kann ebenfalls wertvolle Informationen liefern.

 

Achten Sie auf sichtbare Verschmutzungen, beschädigte Leitungen, Flüssigkeitsspuren und ungewöhnliche Ablagerungen.

 

Auch Kühler und Kühlflächen sollten entsprechend dem Maschinentyp betrachtet werden.

 

Verschmutzte Kühler können die Wärmeabfuhr beeinträchtigen. Hersteller empfehlen deshalb regelmäßige Kontrollen und Reinigung der entsprechenden Kühlsysteme.

 

22. Sicherheitsausstattung nicht vergessen

 

Bei der Besichtigung einer gebrauchten Baumaschine sollte auch die sicherheitsrelevante Ausstattung berücksichtigt werden.

 

Je nach Maschine können beispielsweise folgende Punkte relevant sein:

 

  • Sicherheitsgurt
  • Schutzstrukturen
  • Spiegel
  • Kamerasysteme
  • Beleuchtung
  • Warnsignale
  • Not-Aus-Einrichtungen
  • Schutzvorrichtungen
  • Verriegelungen

 

Die BAuA weist bei der Auswahl von Maschinen ebenfalls darauf hin, dass sicherheitsrelevante Aspekte bereits bei der Beschaffung berücksichtigt werden sollten.

 

Für Unternehmen ist außerdem wichtig, dass die Maschine für den vorgesehenen Einsatz geeignet ist und die betrieblichen Anforderungen berücksichtigt werden.

 

23. Die Maschine passend zum eigenen Einsatz bewerten

 

Eine der häufigsten Fehlentscheidungen beim Kauf gebrauchter Baumaschinen besteht darin, sich zu stark auf die Maschine selbst und zu wenig auf den eigenen Einsatz zu konzentrieren.

 

Die entscheidende Frage lautet nicht nur:

 

Ist diese Maschine gut?

 

Sondern:

 

Ist diese Maschine für meinen Einsatz geeignet?

 

Ein Bagger kann technisch in einem guten Zustand sein und trotzdem die falsche Maschine für Ihr Unternehmen darstellen.

 

Berücksichtigen Sie deshalb beispielsweise:

 

  • erforderliche Leistung
  • Gewichtsklasse
  • Abmessungen
  • Transportmöglichkeiten
  • Hubkraft
  • Reichweite
  • Tragfähigkeit
  • Arbeitsgeschwindigkeit
  • Anbaugeräte
  • Einsatzdauer
  • typische Baustellenbedingungen

 

Eine Maschine, die für Ihre typischen Aufgaben zu klein ist, kann langfristig genauso problematisch sein wie eine deutlich überdimensionierte Maschine.

 

24. Nicht nur den Kaufpreis betrachten

 

Der Kaufpreis ist selbstverständlich wichtig.

 

Er sollte jedoch nicht die einzige wirtschaftliche Kennzahl sein.

 

Bei einer gebrauchten Baumaschine sollten Sie möglichst die Gesamtkosten betrachten.

 

Dazu können gehören:

 

  • Kaufpreis
  • Transport
  • Wartung
  • notwendige Reparaturen
  • Reifen
  • Unterwagen
  • Anbaugeräte
  • Versicherung
  • laufende Betriebskosten
  • Finanzierungskosten
  • zukünftiger Wertverlust

 

Eine Maschine für 40.000 Euro kann wirtschaftlich interessanter sein als eine vermeintlich günstigere Maschine für 35.000 Euro, wenn bei der günstigeren Maschine kurzfristig umfangreiche Reparaturen erforderlich werden.

 

Deshalb sollte die Besichtigung immer mit einer wirtschaftlichen Betrachtung verbunden werden.

 

25. Verschleiß ist nicht automatisch ein Ausschlusskriterium

 

Bei gebrauchten Baumaschinen ist Verschleiß normal.

 

Eine gebrauchte Maschine ist keine Neumaschine.

 

Die entscheidende Frage ist deshalb nicht, ob Verschleiß vorhanden ist.

 

Viel wichtiger ist:

 

  • Wie stark ist der Verschleiß?
  • Welche Komponenten sind betroffen?
  • Wie lange können sie voraussichtlich noch eingesetzt werden?
  • Welche Reparaturen könnten erforderlich werden?
  • Was würde eine Reparatur ungefähr kosten?
  • Passt der Zustand zum Kaufpreis?

 

Ein Käufer, der normalen Verschleiß von kritischem Verschleiß unterscheiden kann, kann eine gebrauchte Baumaschine wesentlich realistischer bewerten.

 

26. Frisch gewaschene oder frisch lackierte Maschinen genauer ansehen

 

Eine saubere Maschine macht grundsätzlich einen besseren Eindruck.

 

Bei einer Besichtigung sollten Sie jedoch nicht automatisch davon ausgehen, dass eine frisch gereinigte Maschine technisch besser ist.

 

Eine gründliche Reinigung kann sinnvoll sein und gehört bei professionellen Aufbereitungen durchaus dazu.

 

Gleichzeitig kann eine sehr starke Reinigung bestimmte Leckagen oder Verschmutzungen kurzfristig weniger sichtbar machen.

 

Schauen Sie deshalb auch auf schwer zugängliche Bereiche und kontrollieren Sie die Maschine nach Möglichkeit während und nach dem Betrieb.

 

27. Was sagt der Zustand der Kabine über die Nutzung aus?

 

Die Kabine kann zusätzliche Hinweise auf die bisherige Nutzung geben.

 

Stark verschlissene Bedienelemente, Sitzflächen oder Pedale können beispielsweise zu einer intensiven Nutzung passen.

 

Das bedeutet nicht automatisch, dass die Maschine schlecht ist.

 

Es kann Ihnen jedoch helfen, den allgemeinen Zustand mit den angegebenen Betriebsstunden abzugleichen.

 

Wenn eine Maschine angeblich sehr wenige Betriebsstunden hat, aber Bedienelemente und Fahrerplatz außergewöhnlich stark verschlissen sind, lohnt sich eine genauere Nachfrage.

 

28. Probefahrt und Funktionstest nicht überstürzen

 

Eine Besichtigung sollte nicht unter unnötigem Zeitdruck stattfinden.

 

Wenn Sie eine größere Investition planen, sollten Sie ausreichend Zeit für die Prüfung einplanen.

 

Eine professionelle Inspektion sollte ebenfalls nicht zwischen Tür und Angel durchgeführt werden. Herstellerseitige Prüfverfahren betonen beispielsweise die Bedeutung ausreichender Zeit, einer systematischen Prüfung und einer kontrollierten Funktionsprüfung.

 

Wenn Ihnen die Maschine grundsätzlich gefällt, nehmen Sie sich die Zeit, die relevanten Punkte systematisch abzuarbeiten.

 

29. Eine zweite Person zur Besichtigung mitnehmen

 

Bei einer größeren Investition kann es sinnvoll sein, eine zweite Person mitzunehmen.

 

Idealerweise handelt es sich um jemanden, der Erfahrung mit dem jeweiligen Maschinentyp oder der entsprechenden Technik hat.

 

Vier Augen sehen häufig mehr als zwei.

 

Außerdem kann eine zweite Person während des Funktionstests bestimmte Bewegungen oder Geräusche von außen beobachten, während Sie die Maschine bedienen.

 

30. Bei Unsicherheit einen Fachmann hinzuziehen

 

Nicht jeder Käufer kann eine gebrauchte Baumaschine technisch vollständig beurteilen.

 

Das ist vollkommen normal.

 

Gerade bei größeren Investitionen kann es deshalb sinnvoll sein, einen erfahrenen Mechaniker, Sachverständigen oder anderen fachkundigen Ansprechpartner einzubeziehen.

 

Die Kosten einer zusätzlichen Prüfung können im Verhältnis zum möglichen Risiko einer größeren Fehlentscheidung überschaubar sein.

 

Welche Warnsignale sollten Sie bei der Besichtigung ernst nehmen?

 

Ein einzelner Mangel muss eine gebrauchte Baumaschine nicht automatisch uninteressant machen.

 

Es gibt jedoch Situationen, bei denen Sie genauer hinschauen sollten.

 

Typische Warnsignale sind beispielsweise:

 

  • ungeklärte Öl- oder Hydrauliklecks
  • starke ungewöhnliche Geräusche
  • deutliche Risse an tragenden Bauteilen
  • auffällige Schweißreparaturen
  • starker Unterwagenverschleiß
  • stark ausgeschlagene Gelenke
  • ungeklärte Warnmeldungen
  • widersprüchliche Betriebsstunden
  • fehlende oder unklare Wartungsnachweise
  • ungeklärte Unfall- oder Reparaturspuren
  • starke Abgasentwicklung
  • Funktionsstörungen während des Probebetriebs
  • deutlich beschädigte Anbaugeräte

 

Besonders wichtig ist dabei die Kombination mehrerer Auffälligkeiten.

 

Wenn beispielsweise hohe Betriebsstunden, starke Verschleißerscheinungen, fehlende Wartungsnachweise und technische Auffälligkeiten zusammenkommen, sollte die Maschine deutlich kritischer bewertet werden.

 

Was Sie bei der Besichtigung einer gebrauchten Baumaschine dokumentieren sollten

 

Nehmen Sie während der Besichtigung möglichst eigene Fotos auf.

 

Fotografieren Sie insbesondere auffällige Bereiche und notieren Sie festgestellte Mängel.

 

Hilfreich kann eine einfache Liste sein:

 

  • Maschine
  • Baujahr
  • Betriebsstunden
  • Motorzustand
  • Hydraulik
  • Unterwagen oder Reifen
  • Arbeitsausrüstung
  • Anbaugeräte
  • Kabine
  • Elektrik
  • Wartung
  • Reparaturen
  • Dokumentation
  • festgestellte Mängel
  • voraussichtliche Investitionen

 

Damit können Sie mehrere gebrauchte Baumaschinen später wesentlich besser miteinander vergleichen.

 

Gebrauchte Baumaschine besichtigen: Diese Reihenfolge hat sich bewährt

 

Wenn Sie eine Maschine vor Ort prüfen, können Sie systematisch vorgehen.

 

Schritt 1: Unterlagen und Angaben prüfen

 

Vergleichen Sie Modell, Baujahr, Betriebsstunden und vorhandene Dokumentation.

 

Schritt 2: Maschine von außen betrachten

 

Prüfen Sie Karosserie, Rahmen, Ausrüstung, Lackierung, Beschädigungen und Reparaturspuren.

 

Schritt 3: Verschleißbereiche kontrollieren

 

Prüfen Sie Unterwagen, Reifen, Bolzen, Buchsen, Arbeitsausrüstung und Anbaugeräte.

 

Schritt 4: Motor und Flüssigkeiten prüfen

 

Schauen Sie sich Motorraum, Flüssigkeitsstände, sichtbare Leckagen und den Kaltstart an.

 

Schritt 5: Hydraulik kontrollieren

 

Prüfen Sie Leitungen, Zylinder, Anschlüsse und Hydraulikfunktionen.

 

Schritt 6: Kabine und Elektrik prüfen

 

Testen Sie Instrumente, Bedienelemente, Beleuchtung, Kamera, Heizung und Klimaanlage, soweit vorhanden.

 

Schritt 7: Maschine im Betrieb testen

 

Führen Sie einen möglichst vollständigen Funktionstest durch.

 

Schritt 8: Auffälligkeiten dokumentieren

 

Fotografieren und notieren Sie alle relevanten Punkte.

 

Schritt 9: Reparaturbedarf einschätzen

 

Überlegen Sie, welche Arbeiten kurzfristig oder mittelfristig notwendig werden könnten.

 

Schritt 10: Kaufpreis und Gesamtkosten bewerten

 

Erst jetzt sollten Sie beurteilen, ob das Gesamtpaket wirtschaftlich interessant ist.

 

Checkliste: Gebrauchte Baumaschine besichtigen

 

Für die Besichtigung können Sie folgende Kurzcheckliste verwenden:

 

  • ☐ Hersteller und Modell geprüft
  • ☐ Baujahr geprüft
  • ☐ Betriebsstunden geprüft
  • ☐ Seriennummer beziehungsweise Identifikation nachvollziehbar
  • ☐ Wartungshistorie vorhanden
  • ☐ Reparaturhistorie geprüft
  • ☐ Maschine von außen kontrolliert
  • ☐ Rahmen auf Risse und Beschädigungen geprüft
  • ☐ Motor geprüft
  • ☐ Kaltstart durchgeführt
  • ☐ Abgasentwicklung beobachtet
  • ☐ Hydraulik geprüft
  • ☐ Zylinder kontrolliert
  • ☐ Leitungen und Anschlüsse geprüft
  • ☐ Unterwagen geprüft
  • ☐ Reifen geprüft
  • ☐ Bolzen und Buchsen geprüft
  • ☐ Arbeitsausrüstung geprüft
  • ☐ Anbaugeräte geprüft
  • ☐ Kabine geprüft
  • ☐ Elektrik geprüft
  • ☐ Warnmeldungen kontrolliert
  • ☐ Beleuchtung geprüft
  • ☐ Funktionstest durchgeführt
  • ☐ Probefahrt beziehungsweise Fahrtest durchgeführt
  • ☐ Auffällige Geräusche geprüft
  • ☐ Leckagen kontrolliert
  • ☐ Mängel dokumentiert
  • ☐ Reparaturbedarf eingeschätzt
  • ☐ Gesamtkosten kalkuliert

 

Gebrauchte Baumaschinen nicht nur nach dem Preis kaufen

 

Der Preis einer gebrauchten Baumaschine ist wichtig, aber er sollte niemals isoliert betrachtet werden.

 

Eine Maschine kann auf den ersten Blick günstig erscheinen und trotzdem aufgrund von anstehenden Reparaturen, starkem Verschleiß oder fehlender Ausstattung langfristig teuer werden.

 

Umgekehrt kann eine etwas teurere gebrauchte Baumaschine wirtschaftlich interessant sein, wenn Zustand, Wartung, Ausstattung und Einsatzmöglichkeiten besser zu Ihrem Unternehmen passen.

 

Die richtige Frage lautet deshalb nicht:

 

„Welche Maschine ist am billigsten?“

 

Sondern:

 

„Welche Maschine bietet mir für meinen konkreten Einsatz das beste Gesamtpaket aus Anschaffungskosten, Zustand, Leistung, Ausstattung und zukünftigen Kosten?“

 

Gebrauchte Baumaschinen beim BAUMASCHINENZENTRUM kaufen

 

Wenn Sie eine gebrauchte Baumaschine suchen, können Sie sich direkt an das BAUMASCHINENZENTRUM wenden.

 

Das BAUMASCHINENZENTRUM ist Ihr Ansprechpartner für gebrauchte Baumaschinen und Baugeräte und unterstützt Unternehmen und gewerbliche Kunden bei der Suche nach passenden Maschinen.

 

Zum Angebot können je nach Verfügbarkeit beispielsweise Bagger, Minibagger, Mobilbagger, Radlader, Dumper, Teleskoplader, Walzen, Krane, Arbeitsbühnen, Baugeräte und Anbaugeräte gehören.

 

Dabei geht es nicht ausschließlich darum, eine Maschine aus einem festen Bestand anzubieten.

 

Das BAUMASCHINENZENTRUM greift auch auf ein bestehendes Netzwerk zurück und kann dadurch unterschiedliche Maschinen, Hersteller, Größenklassen und Einsatzbereiche berücksichtigen.

 

Wenn Sie bereits genau wissen, welche gebrauchte Baumaschine Sie suchen, können Sie Ihre Anforderungen direkt mitteilen.

 

Interessant sind insbesondere Angaben zu Maschinentyp, Hersteller, Gewichtsklasse, Baujahr, Betriebsstunden, Einsatzbereich und gewünschter Ausstattung.

 

Warum eine persönliche Beratung beim Kauf gebrauchter Baumaschinen sinnvoll sein kann

 

Der Markt für gebrauchte Baumaschinen ist groß.

 

Online finden sich zahlreiche Angebote, unterschiedliche Hersteller, Baujahre, Betriebsstunden und Preisklassen.

 

Gerade deshalb kann ein persönlicher Ansprechpartner einen Mehrwert bieten.

 

Beim BAUMASCHINENZENTRUM können Sie Ihre konkrete Anforderung direkt besprechen.

 

Sie müssen nicht zwingend mit einer exakt definierten Maschine starten.

 

Auch wenn Sie beispielsweise wissen, dass Sie einen Bagger für bestimmte Tiefbauarbeiten benötigen, aber noch nicht sicher sind, welche Gewichtsklasse oder Ausstattung sinnvoll ist, können Sie Ihre Anforderungen schildern.

 

Der entscheidende Punkt ist, dass die Maschine zu Ihrem tatsächlichen Einsatz passt.

 

Gebrauchte Baumaschine besichtigen: Der Zustand entscheidet

 

Die Besichtigung ist einer der wichtigsten Schritte beim Kauf einer gebrauchten Baumaschine.

 

Sie sollten sich nicht von einem niedrigen Preis oder einer besonders attraktiven Optik allein überzeugen lassen.

 

Entscheidend ist das Gesamtbild aus Baujahr, Betriebsstunden, Wartung, Einsatzhistorie, technischem Zustand, Verschleiß, Ausstattung und Preis.

 

Prüfen Sie deshalb die Maschine systematisch.

 

Schauen Sie auf Motor und Hydraulik, kontrollieren Sie Unterwagen oder Reifen, prüfen Sie Arbeitsausrüstung und Anbaugeräte, testen Sie Elektrik und Funktionen und achten Sie auf ungewöhnliche Geräusche oder Leckagen.

 

Vergleichen Sie anschließend Ihre Beobachtungen mit den Angaben und Unterlagen zur Maschine.

 

Und vor allem: Bewerten Sie nicht nur den Kaufpreis, sondern die voraussichtlichen Gesamtkosten.

 

Fazit: Eine gründliche Besichtigung zahlt sich aus

 

Wer eine gebrauchte Baumaschine kaufen möchte, sollte sich ausreichend Zeit für die Besichtigung nehmen.

 

Eine gründliche Prüfung kann helfen, technische Auffälligkeiten frühzeitig zu erkennen, Verschleiß besser einzuschätzen und den tatsächlichen Wert einer Maschine realistischer zu beurteilen.

 

Besonders wichtig sind dabei Motor, Hydraulik, Unterwagen beziehungsweise Reifen, Arbeitsausrüstung, Anbaugeräte, Elektrik, Kabine, Wartungshistorie und der praktische Funktionstest.

 

Gleichzeitig sollten Sie immer den geplanten Einsatz Ihres Unternehmens berücksichtigen.

 

Denn die beste gebrauchte Baumaschine ist nicht zwangsläufig die jüngste oder günstigste Maschine.

 

Die beste Maschine ist diejenige, die technisch, wirtschaftlich und hinsichtlich ihrer Ausstattung zu Ihrem tatsächlichen Einsatz passt.

 

Wenn Sie eine gebrauchte Baumaschine suchen, unterstützt Sie das BAUMASCHINENZENTRUM bei der Suche nach passenden Maschinen aus dem eigenen Bestand und dem bestehenden Netzwerk.

 

BAUMASCHINENZENTRUM – Ihr Partner für gebrauchte Baumaschinen und Baugeräte.

 

Vom einzelnen Baugerät bis zum kompletten Maschinenpark.

 

Häufige Fragen zur Besichtigung gebrauchter Baumaschinen

 

Was sollte man bei einer gebrauchten Baumaschine zuerst prüfen?

 

Beginnen Sie mit dem Gesamtzustand der Maschine und prüfen Sie anschließend Motor, Hydraulik, Verschleißbereiche, Unterwagen beziehungsweise Reifen, Arbeitsausrüstung, Anbaugeräte, Kabine und Elektrik. Danach sollte ein möglichst vollständiger Funktionstest erfolgen.

 

Sollte man eine gebrauchte Baumaschine vor dem Kauf probefahren?

 

Ja, wenn dies möglich und sicher durchführbar ist. Eine Probefahrt beziehungsweise ein Funktionstest kann wichtige Informationen über Fahrverhalten, Lenkung, Hydraulik, Antrieb, Geräusche und die allgemeine Funktion der Maschine liefern.

 

Wie wichtig sind Betriebsstunden beim Kauf einer gebrauchten Baumaschine?

 

Betriebsstunden sind eine wichtige Information, sollten aber nicht isoliert bewertet werden. Wartung, Einsatzart, technischer Zustand und Verschleiß können ebenso entscheidend sein.

 

Was ist wichtiger: Baujahr oder Betriebsstunden?

 

Beides sollte gemeinsam betrachtet werden. Eine ältere Maschine mit guter Wartung und nachvollziehbarer Historie kann interessanter sein als eine jüngere Maschine mit problematischer Nutzung oder schlechtem Wartungszustand.

 

Wie erkennt man Hydraulikprobleme bei einer gebrauchten Baumaschine?

 

Achten Sie auf sichtbare Leckagen, beschädigte Schläuche, Ölspuren, auffällige Geräusche und ungewöhnliches Verhalten der hydraulischen Funktionen. Bei konkreten Auffälligkeiten sollte die Hydraulik fachgerecht geprüft werden.

 

Was sollte man bei einem gebrauchten Bagger besonders prüfen?

 

Bei einem gebrauchten Bagger sollten Sie unter anderem Motor, Hydraulik, Ausleger, Stiel, Löffel, Bolzen, Buchsen und insbesondere den Unterwagen prüfen. Der Zustand von Ketten, Rollen, Leiträdern und Antriebsrädern kann für die zukünftigen Kosten relevant sein.

 

Was sollte man bei einem gebrauchten Radlader prüfen?

 

Bei einem Radlader sind unter anderem Motor, Hydraulik, Reifen, Achsen, Gelenke, Hubgerüst, Schaufel, Lenkung und Fahrantrieb interessant. Auch die vorhandenen Anbaugeräte sollten kontrolliert werden.

 

Warum sollte man die Wartungshistorie einer gebrauchten Baumaschine prüfen?

 

Die Wartungshistorie kann Hinweise darauf geben, wie regelmäßig die Maschine gewartet wurde und welche Reparaturen oder größeren Arbeiten bereits durchgeführt wurden. Dadurch lässt sich der technische Zustand besser einordnen und der zukünftige Wartungsbedarf realistischer abschätzen.

 

Was sollte man bei einer gebrauchten Baumaschine dokumentieren?

 

Dokumentieren Sie insbesondere Betriebsstunden, sichtbare Mängel, Reparaturspuren, Verschleiß, Leckagen, Zustand der Arbeitsausrüstung, Anbaugeräte, Reifen oder Unterwagen sowie auffällige Geräusche und Funktionsprobleme.

 

Wann sollte man einen Fachmann zur Besichtigung mitnehmen?

 

Bei größeren Investitionen oder wenn Sie den technischen Zustand einer Maschine selbst nicht zuverlässig beurteilen können, kann die Unterstützung durch einen erfahrenen Fachmann sinnvoll sein. Besonders bei teuren Baumaschinen können zusätzliche Prüfkosten im Verhältnis zum möglichen Risiko einer Fehlentscheidung sinnvoll sein.

 

Ist Verschleiß bei einer gebrauchten Baumaschine normal?

 

Ja. Gebrauchte Baumaschinen sind Arbeitsmaschinen und werden entsprechend beansprucht. Entscheidend ist deshalb nicht, ob Verschleiß vorhanden ist, sondern wie stark er ausgeprägt ist, welche Komponenten betroffen sind und welche Kosten daraus entstehen können.

 

Wie findet man eine passende gebrauchte Baumaschine?

 

Definieren Sie zunächst Ihren tatsächlichen Einsatz, die benötigte Leistungsklasse, Ausstattung und Anbaugeräte. Anschließend können Sie passende Maschinen vergleichen und dabei Zustand, Baujahr, Betriebsstunden, Wartung und Gesamtkosten berücksichtigen.

 

Wo kann man gebrauchte Baumaschinen kaufen?

 

Gebrauchte Baumaschinen werden unter anderem von spezialisierten Händlern, gewerblichen Anbietern, Marktplätzen und über Vermittlungen angeboten. Das BAUMASCHINENZENTRUM bietet gebrauchte Baumaschinen und Baugeräte aus dem eigenen Bestand und dem bestehenden Netzwerk an.

 

Kann das BAUMASCHINENZENTRUM bei der Suche nach einer gebrauchten Baumaschine helfen?

 

Ja. Wenn Sie eine bestimmte gebrauchte Baumaschine suchen, können Sie Ihre Anforderungen direkt an das BAUMASCHINENZENTRUM übermitteln. Je nach Verfügbarkeit können Maschinen aus dem eigenen Bestand oder aus dem bestehenden Netzwerk berücksichtigt werden.

 

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